Lehren aus den „Pentagon-Panama-Papieren“

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Die Panama Papers erinnern in ihrem Namen an die Pentagon Papers, die Snowdens Vorreiter Daniel Elsberg zum Vietnamkrieg vor über vier Jahrzehnten verbreitete. Darin legte Elsberg die Verlogenheit der Legitimation des Krieges der Supermacht USA gegen das damals kleine und kommunistisch orientierte Nordvietnam bloß. Die Pentagon-Papiere veranschaulichten am Beispiel dieses Krieges, einmal mehr die alte Erkenntnis, „dass es den gerechten Krieg nicht gibt …, dass die Völker von den kriegsführenden Regierungen selbst missbraucht werden,“ (Ulrike Meinhof, Konkret 3/1965).

Elsberg sagte später, es sei so, dass die Menschen die Informationen, die „wir“ ihnen zugänglich machen, aufnehmen, verstehen und dann über kurz oder lang wieder vergessen. Das ist dann am ehesten der Fall, wenn die Informationen dem Kampagnen-Charakter der Presse unserer Kultur folgen, lediglich Ereignisse ausschnitthaft veröffentlichen, keine Zusammenhänge und historische Bögen oder gar Bezüge zum Gesellschaftssystem beinhalten, sodass die Menschen nicht begreifen, sondern nur Bäume sehen, aber nicht den Wald.

Das Problem existiert auch im Bereich des Militärischen:
Die NATO verkauft sich in der Öffentlichkeit trotz der vielen kritischen Veröffentlichungen über ihre Führungsmacht und über die Völkerrechtsverstöße ihrer Mitgliedsstaaten sowie des Bündnisses als….

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