Hillary Clintons Nerven liegen blank

In den USA zeichnet sich im Wahlkampf ein Linksruck ab, der im Kontrast zu der Entwicklung in Europa steht

Guts vs. Brains – Eingeweide gegen Hirn. So interpretieren US-Demokraten oftmals die politischen Frontverläufe in den Vereinigten Staaten, bei denen der zum Extremismus tendierende Irrationalismus der Republikaner sich im Wettstreit mit dem rationalen und gemäßigten Denken der Demokraten befinde. Diese würden einen zivilisierten Umgang untereinander pflegen, während die Republikaner gewohnheitsmäßig die neandertalerhaften verbalen Keulen schwingen würden.

Der aktuelle Vorwahlkampf schien bis vor kurzem dieser Einschätzung vollauf recht zu geben. Während bei den Republikanern mehr oder minder durchgeknallte Milliardäre und Rechtsextremisten eine politische Freakshow veranstalteten, die selbst bei hochrangigen US-Politikern wie Außenminister Kerry Gefühle des Fremdschämens auslöste, schien der demokratische Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Bernie Sanders von der Auseinandersetzung über – zumeist sozioökonomische – Sachthemen geprägt.

Bernie Sanders am 19. März in Phoenix. Bild: Gage Skidmore/CC-BY-SA-2.0

Damit ist es jetzt vorbei. In einer „scharfen Eskalation“ der Wahlkampfrhetorik seien die demokratischen Kandidaten zu direkten, persönlichen Angriffen übergegangen, wird berichtet. Nachdem Hillary Clinton die Eignung ihres linken Wettbewerbers für das Präsidentenamt in Zweifel….

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