Der RFID-Chip: die totale Überwachung

Die eher harmlos klingende Kurzbezeichnung RFID ist dem Englischen entliehen und offenbart erst ausgeschrieben das Potential dieses Chips; Radio-frequency identification, also auf Deutsch: Identifizierung mit Hilfe von Radio Frequenzen.

Inzwischen finden RFID-Chips breite Anwendung in den Bereichen Logistik, Zeiterfassung, Warenkennzeichnung, als Zugangsberechtigung bei der Sicherheitstechnik usw. Die Einsatzmöglichkeiten sind schier unendlich und für manche Berufszweige und zeichnet sich der Chip als wahrer Segen aus, hilft dieser doch gerade im Bereich der Logistik enorm, Kosten zu sparen.

Leider bieten RFID-Chips auch die Möglichkeit der Überwachung von Mensch und Tier, was gerade für Menschen zum Albtraum werden kann. Wir alle haben uns schon daran gewöhnt, dass unsere Kredit- oder EC Karten mit einem Chip versehen sind, wie unsere Führerscheine und der neue Personalausweis oder unsere Krankenkassenkarte. Für die Benutzer oder Inhaber solcher Karten ist es nicht möglich festzustellen, ob diese Chipkarten bloße Datenträger, ob es sich um RFID-Chips handelt. Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, was technisch machbar ist, wird umgesetzt, natürlich wird ein möglicher Missbrauch der RFID-Technik nicht öffentlich diskutiert und schon gar nicht zugegeben, der Mensch ist dem Missbrauch wehrlos ausgeliefert.

Beispielsweise ist es machbar, unbemerkt vom Träger des RFID-Chips Bewegungsmuster zu erstellen und sowohl den Standort als auch z.B. das Kaufverhalten sowie den Besuch von Einrichtungen aller Art zu ermitteln, was wiederum die Möglichkeit eröffnet, gezielte Werbung zu lancieren oder in den Augen bestimmter Kreise unerwünschte Betätigungen aufzudecken. Hier sind dem Missbrauch keine Grenzen gesetzt. Bestimmten Kreisen geht allerdings die Verordnung von RFID-Chips im Scheckkartenformat nicht weit genug, so sind sowohl in den USA sowie in Europa Bestrebungen im Gange, den Chip doch gleich zu implantieren, natürlich alles nur zu unserem Besten. Scheckkarten und Ausweise könnte man ja einfach zu Hause liegen lassen, somit wäre das Problem vom Tisch. Dass jeder unerwünschte Eingriff am oder im menschlichen Körper den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllt, scheint die Verantwortlichen hierbei nicht zu interessieren, man muss halt nur „Überzeugungsarbeit“ leisten, schließlich könnte der Chip bei einem Notfall sogar Leben retten, wenn die persönlichen Daten einfach nur ausgelesen werden könnten. (Ironie aus)

Wer der Ansicht ist, mit der Perversion der totalen Überwachung enden die Möglichkeiten des RFID-Chips, irrt sich gewaltig. Die neuesten Entwicklungen der implantierbaren RFID-Chips beinhalten die Möglichkeit mittels Funksignal Gifte freizusetzen und den Träger des Chip-Implantats zu töten. Die deutschen Patentämter beschäftigen sich bereits seit 2009 mit dieser saudi-arabischen „Erfindung“, die Macher der neuen Weltordnung werden diese Botschaft mit Freuden aufnehmen, George Orwell lässt grüßen.

Zu den hier beschriebenen Möglichkeiten des RFID-Chips passt die im Moment stattfindende Diskussion über die Abschaffung des Bargeldes, die zwangsweise Umsetzung beider Vorhaben ergänzen sich perfekt und eröffnen den Befürwortern die Möglichkeit, „Quertreiber“ einfach abzuschalten, sowohl körperlich als auch administrativ. Man stelle sich vor, die Daten eines unbequemen Zeitgenossen werden per Funk gelöscht, die Folgen wären: keine Bezahlmöglichkeit, also auch kein Konsum, keine ärztliche Behandlung, keine Teilnahme am kulturellen Leben. Die Abschaltung käme dem Verlust der Identität gleich, man wäre praktisch für tot erklärt mit den entsprechenden Folgen. Dieses Szenario erinnert an den bereits 1995 erschienenen Film „Das Netz“ des Regisseurs Irwin Winkler, in dem der mögliche Missbrauch beim Umgang mit personenbezogenen Daten eindrucksvoll dargestellt wird.

Es bleibt letztendlich nur die Erkenntnis, dass durch die RFID-Technologie der Überwachungsstaat perfektioniert wird, dies geschieht zum einen mit dem Argument der „Terrorbekämpfung“ und zum anderen mit der Behauptung, Kosten einzusparen und die Verwaltung effizienter zu machen. Die Möglichkeit des Missbrauchs wird diskutiert, aber letztlich geschieht das, was machbar und in unserem eigenen Interesse „zum Schutz vor den bösen Terroristen“ umgesetzt wird. Die Behauptung, dass unser aller Leben durch RFID erleichtert wird, mag sogar stimmen, die Frage ist nur zu welchem Preis. „Big Brother is watching you“ wird Dimensionen erreichen, die wir uns aller Wahrscheinlichkeit nach in ihren Ausmaßen überhaupt nicht vorstellen können, die Akzeptanz der Menschen entscheidet, ob RFID ein Erfolg für diejenigen wird, die ein Interesse am gläsernen Menschen haben.

“Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”  (Jean-Claude Juncker) Quelle..Klick Bild

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