Der Nato-Krieg in Syrien und die Terroranschläge in Brüssel

Seit den Anschlägen in Brüssel am 22. März sind zahlreiche Presseberichte aufgekommen, laut denen der belgische Staat im Vorfeld detaillierte Kenntnisse über das Netzwerk des Islamischen Staates (IS) hatte, das für die Anschläge verantwortlich ist. Angesichts dessen stellt sich die Frage, warum die Sicherheitskräfte Belgiens und seiner Nato-Verbündeten nichts unternommen haben, um die Anschläge zu verhindern.

Die Sunday Times veröffentlichte am letzten Sonntag ein Interview mit Alexandrino Rodrigues, dem Vermieter der Wohnung im Stadtteil Schaerbeek, in dem die Attentäter vom 22. März die Bomben gebaut hatten, die sie später auf den Flughafen Zaventem gebracht hatten. Schon im Vorfeld hatten sie Aufmerksamkeit erregt, weil chemische Gerüche aus der Wohnung gedrungen waren. Die Polizei hatte daraufhin an der Wohnungstür geklopft, war aber scheinbar nicht eingetreten. Rodrigues erklärte: „Es wurde vor und nach den Ereignissen ermittelt. Man kann kein Kaninchen fangen, wenn man nicht weiß, wo es lebt.“

Die Polizei war kurz nach den Anschlägen auf den Flughafen zu der Wohnung in Schaerbeek gelangt und versiegelte sie nur 90 Minuten nach dem Anschlag. Angeblich hatte der Taxifahrer, der die Bombenleger zum Flughafen gefahren hatte, die Polizei informiert. Der Taxifahrer selbst widersprach dieser Darstellung jedoch später und behauptete, er habe die….

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