Die Apachen kämpfen wieder

Die Apachen kämpfen wieder

In Arizona verteidigen die Indianer ihr heiliges Land gegen zwei Minenkonzerne.

In Arizona kämpfen Apachen seit einigen Monaten um einen kostbaren Flecken Heimat: 60 Kilometer östlich von Phoenix liegt Oak Flat, heiliges Land der Apachen, das von den beiden größten Minenkonzernen der Welt aufgekauft wurde.

Darrow trifft im Museum seinen Verbündeten Jeff Haozous, den Anführer der Fort-Sill-Apachen, die auf die Chiricahua zurückgehen. Während der großen Indianer-Vertreibungen des 19. Jahrhunderts wurden die letzten widerständigen Chiricahua nach Fort Sill in Oklahoma verschleppt und interniert. Nun sind zwei Nachfahren, Michael und Jeff, zurück in Arizona, um den San-Carlos-Apachen zu helfen, bei deren Reservat Oak Flat liegt.

Die Familie von Jeff Haozous kannte noch den letzten Kriegshäuptling der Apachen, Geronimo, den Anführer der Chiricahua. Erbittert wehrte der sich gegen die Truppen Mexikos und der USA, nachdem er erlebt hatte, wie seine Mutter, seine Frau und seine Kinder ermordet wurden. Wegen zahlreicher Siege gegen die Landräuber galt Geronimo als heilig. Später wurde sein Stamm in ebenjenes Reservat San Carlos verbannt, wo nun die Bulldozer anrücken.

Haozous weiß alles über Geronimo, weil sein Großvater, der 1868 geboren wurde, dessen Übersetzer war. Der Häuptling war in verschiedenen Gefängnissen interniert und durfte bis zu seinem Tod 1909 sein Land nie wieder betreten. Auf dem Totenlager soll er gesungen haben: „O Ha Le a“ – ich warte.

Jeff Haozous, der Enkel des Übersetzers, ist jetzt 54, Betriebswirt und Experte für Onlinemarketing; er hat den Abschluss einer der weltbesten Unis, der Duke University. Haozous trägt die Haare kurz und kämpft für die Rechte der Indianer: Nach seinem Treffen mit Darrow wird er weiterfliegen nach Santa Fe zum Indian Governors Council, der eine Pipeline durch das Land der Hopi verhindern will.

Beide Stammesführer verfolgen eine Mission. Sie wollen nicht nur die Religion und die Kultur der Apachen rekonstruieren, sondern auch ihr Land zurückerobern. Nicht mehr mit Pfeil und Bogen, sondern mithilfe von Anwälten, Gutachten und des ersten Zusatzartikels der amerikanischen Verfassung, der ihnen Religionsfreiheit garantiert. Ihr derzeit schwierigstes Schlachtfeld heißt Oak Flat: Der heilige Ort ist heute ein Campingplatz in der Einsamkeit der rötlichen, steinigen Berge Arizonas. Er liegt am Rand eines Eichenwäldchens, nahe der San Carlos Apache Reservation. Dort leben 15.000 Apachen – von 30.000, die es heute noch gibt. „In Oak Flat findet traditionell die Zeremonie statt, bei der Mädchen zu Frauen geweiht werden“, sagt Darrow. Quelle: Klick Bild..

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