Wenn Denken schwer fällt

mustreadEine verrückte Welt voller sich überstürzender Ereignisse ist verwirrend und

lähmt das Denken. Der Wunsch, zur Ruhe zu finden, abzuschalten, sich zurückzuziehen wächst. Mit der geläufigen Entschuldigung: „Ich kann ja sowieso
nichts ändern“, wird der Schalter umgelegt. Damit ist in dem Krieg, in dem wir uns befinden, wieder ein Gefallener mehr zu beklagen. Resignation ist Selbstaufgabe. Es gibt keinen geschützten Raum, in dem wir in Ruhe gelassen werden. Das ist eine Illusion, die irgendwann platzt wie eine Seifenblase. Jeder ist für seine Sicherheit und für seine Zukunft selbst und für unser aller Sicherheit und Zukunft mit verantwortlich. Wer aufhört, zu denken, wer statt
selbst zu Erkenntnissen zu gelangen lieber glaubt, was vorgebetet wird, verweigert sich dieser Aufgabe.
Ich habe „Krieg“ gesagt, und ich kann mir vorstellen, dass einige überhaupt
noch nicht begriffen haben, dass Krieg herrscht, dass sie bekämpft werden,
dass man sie ausplündert und verheizt. Ich bin mir sogar sicher, dass es einige
gibt, die ohne es sich klar zu machen in diesem Krieg solange auf der falschen Seite erfolgreich kämpfen, bis sie, nachdem sie ihre Schuldigkeit getan haben, wie der Mohr aus Schillers Räubern, gehen können. Und ich bin mir zugleich sicher, dass es noch sehr viel mehr gibt, die kämpfen würden, wenn sie wüssten, wer der Feind ist. Doch sie können weit und breit….

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