Verschwörung des Schweigens

Am 24. März 1976 putschte in Argentinien das Militär. Zehntausende Oppositionelle wurden ermordet – ­darunter auch Deutsche wie der Student Klaus Zieschank.
20812806_bearb.jpg
Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher verfolgte eine Politik des Arrangements mit der Militärdiktatur in Argentinien. Um dort verschwundene ­deutsche Linke kümmerte er sich nicht (mit Maria Adele Gard de Antokoletz, argentinische Mitgründerin der »Mütter der Verschwundenen« 1983 in Bonn)

Die Militärdiktatur in Argentinien währte von 1976 bis ins Jahr 1983. In dieser Zeit wurden von den ultranationalistischen und -rechten Militärs 30.000 Menschen ermordet – darunter mehr als 100 Deutsche bzw. Deutschstämmige. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Buenos Aires retteten keinen von ihnen. Den inzwischen freigegebenen Protokollen zufolge hat die Auslandsvertretung nach dem Putsch der Militärs von Ende März bis August 1976 mehrere Gespräche mit den argentinischen Behörden wegen der deutschen Verschwundenen geführt. Jörg Kastl, der damalige Botschafter in Buenos Aires, der Anfang 2014 starb, hat den Autoren schon im August 2002 in einem Interview einen Eindruck vom Charakter dieser Unterredungen vermittelt: Mehr….

Kommentare sind geschlossen.