Die große Falle

sakerDie offizielle Oberfläche der „Flüchtlingskrise“ ist die einer humanitären Großtat. Deutschland, der sonst so unerbittliche Hegemon der EU, erklärte sich plötzlich bereit, eine große Zahl Flüchtlinge aufzunehmen. Hunderttausende strömten ins Land und werden seither irgendwo, irgendwie untergebracht und versorgt.

Aber war das wirklich eine humanitäre Handlung? Normalerweise findet humanitäre Unterstützung für Flüchtlinge in der Nähe ihres Heimatlandes statt. Auch, weil die meisten Flüchtlinge wieder in ihr Land zurück wollen. Wer die Geschichte deutscher Antifaschisten im Exil kennt, weiß, dass die Anlaufpunkte ihrer Flucht erst einmal die unmittelbaren Nachbarländer waren – die Tschechoslowakei, Frankreich, Dänemark… das Muster findet sich immer und überall: ein elender Zustand des eigenen Landes ist für die Meisten kein Grund, sich auf Nimmerwiedersehen zu verabschieden.

Der erste und unverzichtbare humanitäre Schritt (ich blende jetzt mal die politischen Schritte wie eine Beendigung der Beteiligung an der Zerstörung anderer Länder aus) wäre gewesen, das Möglichste für die Versorgung der Flüchtlinge vor Ort zu tun. Genau an diesem Punkt wurde das Gegenteil getan; die Mittel für das UNHCR wurden von der EU gekürzt. Dabei gibt es einen sehr einfachen und höchst überzeugenden Grund, warum eine Versorgung vor Ort die beste Lösung ist: gerade jene Menschen, die am verwundbarsten sind, also….

Kommentare sind geschlossen.