Lage in Nahost extrem angespannt – Vorsicht bei Urlaubsreisen

Ist es die Ruhe vor dem Sturm? In den letzten Tagen und Wochen ist die Hoffnung auf Frieden gestiegen. Vor allem im Krisenherd Syrien scheint seit zwei Wochen weitestgehend eine Waffenruhe zu halten. Doch im Hintergrund laufen Vorbereitungen auf große Ereignisse!

Russland überraschte die Welt mit einem Teilabzug seiner Truppen aus Latakia. Zuvor drohten Saudi Arabien und die Türkei mit einer Invasion in Syrien. Nun kündigten die syrischen Kurden eine Abspaltung von dem Rest des Landes an. Vor allem die zahlreichen Christen, aber auch andere arabische oder turkmenische Minderheiten, die ebenfalls in den sogenannten „Kurden-Gebieten“ beheimatet sind, lehnen eine Abspaltung von Damaskus strikt ab. Die Amerikaner unterstützen jedoch die kurdischen Autonomiebestrebungen – NATO-Partner Türkei will dies andererseits um jeden Preis verhindern.

Der US-Krieg 2003 gegen den Irak war der Startschuss bei der Umgestaltung des Nahen Ostens. Die Entstehungen von Terrorgruppen wie ISIS und Al-Nusra-Front sind nicht das Ergebnis dieser gefährlichen Politik, sondern ganz gezielte Werkzeuge, die von den Strategen ins Leben gerufen wurde.

 

Im Moment scheint es so, dass so etwas wie Ruhe und Frieden in die Region zurückkehren könnte. Wer sich aber mit der Materie des geopolitischen Spiels im Nahen Osten auskennt, weiß das dies nur unrealistische Wunschgedanken sind. Der Nahe Osten brodelt und es kann in jeden Moment explodieren. Der militärisch-industrielle-Komplex und die Finanzmärkte haben ein großes Interesse daran, dass es dort bald gewaltig knallt.

Moskau hat seine wichtigsten Ziele in Syrien erreicht. Wie wir schon in der Vergangenheit berichtet haben, zielte die russische Intervention in erster Linie dazu ab, ein «libysches Szenario» in Syrien zu verhindern. Im vergangenen Jahr waren die Vorbereitungen für eine von der Türkei favorisierten Flugverbotszone abgeschlossen gewesen und sollten wie in Libyen den Weg ebnen, die syrische Regierung handlungsunfähig zu machen, indem man ihre Flugzeuge abschießt. Russland ist dem zuvorgekommen und hat überraschend schnell eigene Truppen und Flugzeuge in Syrien stationiert. Der NATO war es ab da an nicht mehr möglich eine Flugverbotszone durchzusetzen. Das hat in Ankara so sehr für Verärgerung gesorgt, dass man kurzerhand sogar einen russischen Flieger abgeschossen hatte. Es half alles nichts. Russland verlegte daraufhin sogar die modernsten Flugabwehrsysteme S-400 nach Latakia – die auch weiterhin dort bleiben werden. Gleichzeitig hatte Russland mit dem Einsatz die Terroristen von den sicheren Assad-Gebieten, wo heute die Mehrheit der syrischen Bevölkerung leben – über 17 Mio Menschen, zurückgedrängt und nachhaltig geschwächt. Die Nachschubwege der ISIS-Terroristen zur Türkei wurden von russischen Kampfjets Tag und Nacht bombardiert und weitestgehend geschlossen.

Jetzt zieht sich Russland nach getaner Arbeit wieder in den Hintergrund zurück. Die wichtigsten Ziele wurden erreicht. Aber ein anderer Grund ist viel wichtiger: Russland will sich nicht unnötig in die Gemengelage mit den Kurden, Türkei, USA und anderen Akteuren hineinziehen zu lassen. Moskau hatte in den letzten Wochen intensiv und teilweise vergeblich versucht, die Kurden auf ihre Seite zu ziehen. Die Kurden wollten jedoch ihre guten Beziehungen mit den USA nicht aufs Spiel setzen und versuchten beide Supermächte gegeneinander auszuspielen. Es darf jetzt interessant werden, ob die USA die Kurden im schlimmsten Fall überhaupt gegen die Türkei und Saudi Arabien beschützen werden? Die kurdischen Führer könnten in diesem Spiel ihre Rolle ein wenig überschätzt haben und möglicherweise hat man auf das falsche Pferd gesetzt! Putin hat jetzt zumindest ein Signal gesendet, dass man mit ihm nicht spielen sollte. Die Russen werden sich jetzt nur noch darauf konzentrieren ihre eigenen Stützpunkten und Damaskus zu sichern – und nicht eigene Soldatenleben für Akteure riskieren, die lieber mit den USA gemeinsame Sache machen wollen.

Unsere Kontakte haben uns zudem mitgeteilt, dass der Krieg bereits in wenigen Tagen vor der Tür stehen wird! Es wird ein «großes Erdbeben» stattfinden und es gibt Länder, die wir ab Ostern auf alle Fälle melden sollten: Neben den aktuellen Kriegsländern nun auch die Türkei, Libanon, Jordanien, alle Golfstaaten, Armenien, Aserbaidschan und Iran! Touristen sollten vor allem die Türkei und den Libanon meiden und wenn möglich ihren Urlaub verschieben.

Wer HdK in der Vergangenheit mitverfolgt hat, weiß, dass unsere Informationen von unseren Kontakten immer zuverlässig waren. Wir wollen keine Panik verbreiten, sondern die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, lieber ein wenig abzuwarten und erst einmal die Lage zu beobachten. Die Türkei steht bei unseren Warnungen an erster Stelle, da zum einen ein Krieg gegen die syrischen Kurden begonnen werden könnte, was ungeahnte Folgen nach sich ziehen würde und zum anderen wird in Geheimdienstkreisen bereits ganz offen über ein internen Militärputsch spekuliert. Sollte das türkische Militär tatsächlich diesen Schritt machen, könnte von einen auf den anderen Moment der Luftraum gesperrt und die zivile Luftfahrt in der Türkei komplett für eine unbestimmte Zeit gestoppt werden. Dieser Schritt wird notwendig sein, um hohe Geheimdienstleute und Politiker an der Flucht zu hindern. Präsident Erdogan könnte in so einer Situation seine fanatischen Anhänger mobilisieren, was schnell zu einem Bürgerkrieg ausarten könnte. Zumindest zwischen Osten und Sommer 2016 sollte man die Lage beobachten und unnötige Reisen verschieben oder in ein sicheres Land umbuchen.

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