Wasser-Skandal in den USA – Nestlé profitiert

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Einheimische trinken verseuchtes Flusswasser. In der Nachbarschaft pumpt Nestlé bestes Trinkwasser und verkauft es in Flaschen.

Flint im US-Bundesstaat Michigan hat 100’000 Einwohner. Die Menschen sind in der Mehrheit Afroamerikaner. Seit Monaten beklagen sie sich über Hautausschlag, starken Juckreiz, Haarverlust, Ohreninfektionen und Gelenkschmerzen. Das Wasser, das aus dem Hahnen kommt, ist bleiverseucht. Wer über längere Zeit davon trinkt oder sich damit duscht, setzt sich einer chronischen Bleivergiftung aus. Besonders gefährdet sind Kinder unter sechs Jahren. Schwere Folgeschäden treten oft erst nach Jahren auf.

In den USA beschäftigt der Skandal Präsident Obama und die Präsidentschaftskandidaten. Für Leser und Leserinnen in Europa hingegen ist die Geschichte kaum nachvollziehbar. Die Stadt Flint liegt nicht irgendwo in einem Trockengebiet, sondern mitten im grössten Süsswasserreservoir Nordamerikas, zwischen Lake Huron und Lake Michigan, zwei der….

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