Eiskalte Geopolitik

BERLIN/OSLO/WASHINGTON
(Eigener Bericht) – Bei einem zur Zeit in Norwegen stattfindenden NATO-Manöver mit Beteiligung von Eliteeinheiten der Bundeswehr wird der Einsatz von Kernwaffen gegen Russland trainiert. Die Übung unter der Bezeichnung „Cold Response“ („Kalte Antwort“) beinhaltet den Einsatz von Kampfflugzeugen des Typs „B-52“, die speziell für den Abwurf von Atombomben vorgesehen sind. Es gehe darum, die „nukleare Abschreckung“ gegenüber Moskau zu verstärken, erklärt der Oberbefehlshaber des Strategischen Bomberkommandos der US-Armee, Admiral Cecil D. Haney. Parallel zu „Cold Response“ üben Atom-U-Boote der US-Marine das Aufspüren feindlicher Unterwasserfahrzeuge im Polarmeer, um eine vermeintlich von Russland betriebene „Militarisierung der Arktis“ zu kontern. Die Bundeswehr wiederum nutzt „Cold Response“ für das Training ihrer auf Gewaltoperationen hinter den feindlichen Linien spezialisierten Truppenteile – beteiligt ist unter anderem das in illegale Tötungen in Afghanistan involvierte Kommando Spezialkräfte (KSK). Dieses erfülle seine Übungsaufträge in Norwegen „vorzugsweise ohne Publikum und bei Dunkelheit“, heißt es.

Simulierter Atomkrieg

Die Bundeswehr beteiligt sich mit Eliteeinheiten an dem NATO-Manöver „Cold Response“, das bis zum 22. März in der mittelnorwegischen Region Trøndelag stattfindet. Integraler Bestandteil der Übung ist der simulierte Einsatz von Kernwaffen zur Verteidigung gegen eine vermeintliche russische Aggression. Zu diesem Zweck flog die US-Luftwaffe eigens drei Langstreckenkampfjets vom Typ „B-52“ ein, die auf den Abwurf….

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