Der eskalierende Krieg gegen das Bargeld

GeldAm 16. Februar druckte die Washington Post einen Artikel mit dem Titel „It’s time to kill the $100 bill“ („Es ist an der Zeit, die 100-$-Note abzuschaffen“). Erst am Tag zuvor hatte CNNMoney den Beitrag „Death of the 500 euro bill getting closer“ („Das Ende des 500-€-Scheins rückt näher“) veröffentlicht. Im Artikel der Washington Post wurde ein Diskussionspapier der Harvard Kennedy School, Nr. 52, von Senior Fellow Peter Sands zitiert, das zu dem Schluss kam, die Abschaffung von Banknoten mit hohem Nennwert würde helfen „Steuerhinterziehung, Finanzkriminalität, die Finanzierung terroristischer Aktivitäten und Korruption“ zu verhindern.

Im Laufe der vergangenen Tage haben sich der frühere US-Finanzminister Larry Summers, der EZB-Präsident Mario Draghi und sogar die Redaktionsleitung der New York Times für die Abschaffung dieser Geldscheine ausgesprochen. Abgesehen von der Frage, warum Forderungen dieser Art gerade jetzt so häufig zu hören sind, muss vor allem untersucht werden, ob solche Maßnahmen tatsächlich notwendig sind, oder ob sie den Zentralbanken nur einen Vorwand für viel komplexere Manipulationen der Wirtschaft liefern, mit deren Hilfe sie ihre Kontrolle über das private Vermögen von Bürgern und…

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