Syrien: Angriffe auf Krankenhäuser

Amnesty bezichtigt russische und syrische Streitkräfte, gezielt Krankenhäuser anzugreifen

Schwere Vorwürfe gegen die russischen und syrischen Streitkräfte erhebt erneut Amnesty International. Erst Mitte Februar wurde den Streitkräften mit Verweis auf Ärzte ohne Grenzen (MSF) vorgeworfen, an einem Tag gezielt zwei Krankenhäuser in Maaret al-Numan, Idlib, und Azaz (Aleppo) angegriffen und dabei Zivilisten getötet zu haben. Behauptet wurde, dass schon länger gezielt Krankenhäuser und medizinisches Personal angegriffen würden, das seien Kriegsverbrechen.

In einem jetzt veröffentlichten Bericht beruft sich die Menschenrechtsorganisation auf Gespräche mit Zeugen für sechs Luftangriffe auf Krankenhäuser in Nordaleppo zwischen Dezember 2015 und Februar 2016. Alle hätten gesagt, dass es in der Nähe der Krankenhäuser keine Militärfahrzeuge, Kontrollpunkte, Kämpfer oder Frontlinien gegeben habe. Alle 6 Krankenhäuser hätten ausschließlich „humanitären Zwecken“ gedient.

Das am 15. Februar zerstörte Krankenhaus in Ma’arat Al Numan (Idlib). Bild MSF

Vornehmlich wird darauf verwiesen, dass die Angriffe im Zuge der Offensive geschehen wären, die russische und syrische Streitkräfte zusammen mit den auch von den USA unterstützten SDF-Einheiten, vornehmlich YPG-Kämpfer, aber auch arabische und assyrische Gruppen Ende Januar im Norden Aleppos begonnen hätten. Nach Amnesty wäre es etwa darum gegangen, die Städte Nubul und….

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