Wären die Flüchtlinge eine Bank

Netzfrauens Foto.

Wären die Flüchtlinge eine Bank, hätte sie der Friedensnobelpreisträger längst gerettet
Doch Flüchtlinge sind keine Bank und so setzen die Polizisten am Grenzübergang zwischen Griechenland‬ und Mazedonien‬ Tränengas gegen die Flüchtlinge ein.
Die Länder an der Balkanroute – Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien – hatten sich unter Führung Österreichs darauf verständigt, täglich nur noch bis zu 580 Migranten nach Norden durchzulassen. Da der Zustrom der Menschen aus der Türkei nach Griechenland anhält, sitzen dort schätzungsweise 25 000 Menschen fest, jeden Tag kommen neue dazu.
Zurzeit zerbricht die EU vor unseren Augen, von Einigkeit ist nichts mehr festzustellen. Ein Flüchtlingsgipfel folgt dem nächsten, und waren sich die EU-Staaten noch bei der Bankenrettung so einig, – diese Rettung kostete uns übrigens 1,6 Billionen Euo – zeigt sich spätestens jetzt, wenn es sich um Menschen handelt, wird sich gezankt und lieber in Stahl investiert.
Zur Erinnerung, Griechenland ist eh schon durch die aufgedrückten Reformen der EU arg betroffen. Mitten in Europa erleben wir eine große humanitäre Krise.
Das in einem gemeinsamen Europa, wo Wachstum zählt und Banken gerettet werden, wo Steuerflüchtlinge Unterschlupf finden. Neun von zehn Großkonzernen haben Niederlassungen in Steueroasen. Gerade erst mit dem Geld der Steuerzahler gerettet, erarbeiten die Banken neue Strategien, um ihren reichen Kunden die Steuerhinterziehung zu ermöglichen. Die Entlarvung von Steuerflüchtlingen macht begreiflich, wie die tiefen Löcher in Europas Staatskassen entstehen konnten.

Dieses Geld fehlt in den Staatskassen der einzelnen Länder und steht auch nicht für die humanitäre Krise in Griechenland zur Verfügung. Gerade dieses Land soll große Lager für Flüchtlinge errichten. Nach dem Motto: Wer fast nichts mehr hat, dem nehmen wir noch das Letzte, das ihm bleibt.
Vier Milliarden Euro soll die Flüchtlingshilfe kosten, 77 Milliarden Euro die Grenzabsicherung. Wenn Kritiker sagen, dass die Flüchtlingshilfe auf Dauer mehr Kosten wird, dem sei gesagt, die Grenzabsicherung wird ebenfalls Folgekosten haben, schließlich werden auch hier Grenzbeamte eingesetzt.

Dass diesen Menschen geholfen werden muss, da sind wir uns doch sicher alle einig. Wegschauen ist eine weitere Menschenrechtsverletzung. Hier mehr…

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