66 Kriegsstaaten – droht ein Dritter Weltkrieg?

Auf syrischem und irakischem Boden werden wir Zeugen eines Gewirrs von Konflikten mit nie dagewesener Sprengkraft und einem akuten Weltkriegspotenzial

Aus Arroganz und Ignoranz scheint den Kriegslüsternen hierzulande nicht klar zu sein, dass auch bei uns die Lichter aus gehen, wenn der Nahe Osten in Brand gesteckt wird.

Das vergangene Jahrhundert war geprägt von rivalisierenden Großmächten und Konflikten, die in zwei Weltkriegen mit mehreren zehn Millionen Toten mündeten. Zudem bestimmten die Ängste vor einem dritten Weltkrieg die Geopolitik des Kalten Krieges. Als die Berliner Mauer fiel, glaubten viele, die Gefahren seien gänzlich aus der Welt. Heute jedoch sehen eine Vielzahl von Geostrategen eine Neuauflage des Kalten Krieges.

Schon Henry Kissinger bezeichnete das Schmieden von Allianzen als „diplomatische Apokalypse-Maschine“, die durch relativ unbedeutende Ereignisse wie die Ermordung Franz Ferdinands im Falle des Ersten Weltkriegs, einen Weltkrieg entfachte. Gleichermaßen könnte man das Beibehalten großer Atomwaffenarsenale, die auf beiden Seiten zum Abschuss bereitstehende nukleare Interkontinentalraketen umfassen, eine „technologische Apokalypse-Maschine“ nennen. Diese Maschine erzeugt durch die andauernden Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine die nötigen Funken für einen neuen Weltkrieg.

IS-Angriff auf Mahin, Syrien. IS-Foto

Wenn Sci-Fi das Armageddon kommen sieht, ist etwas dran

Herbert G. Wells sagte die Atombombe voraus, George Orwell die NSA und den Überwachungsstaat, Ray Bradbury prophezeite Kopfhörer und Flachbildschirme und die Serie Star Trek das Lesen auf….

Kommentare sind geschlossen.