Kerry – massive Waffenlieferung an die Kurden

Die Spaltung zwischen der Politik Ankaras und der von Washington, was die Kurden in Syrien und Irak betrifft, könnte nicht grösser sein. Die Differenz ist nach der Vereinbarung zwischen Russland und USA über eine Einstellung der Feindseligkeiten in Syrien noch deutlicher geworden. So hat der türkische Premierminister Ahmet Davutoglu am Donnerstag gesagt, die Vereinbarung gilt nur für die Kriegsparteien in Syrien, aber nicht für die Türkei. „Wenn es um die Frage der Sicherheit der Türkei geht, dann ist der Waffenstillstand nicht bindend für uns.“ Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bereits einen Tag vorher gesagt, die kurdischen Milizen müssen ausserhalb des Geltungsbereichs der Vereinbarung bleiben. Dabei hat die kurdische YPG-Miliz gesagt, sie wird sich an den russisch-amerikanischen Plan für eine Feuerpause halten. Damit hat die türkische Regierung dem Friedensprozess für Syrien eine klare Absage erteilt und steht in direkter Konfrontation mit den USA, Russland und NATO.

Was die türkische Regierung noch wütender auf ihren „besten Freund und Alliierten“ machen wird, ist die Aussage von US-Aussenminister John Kerry vor dem Haushaltsausschuss am Dienstag. Kerry berichtete den Abgeordneten, die USA bauen sehr stark auf die kurdischen Milizen…

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