Neuer Bundestrojaner kurz vor Genehmigung

Bald könnte der Staat wieder in die Rechner verdächtiger Bürger eindringen. Das Bundeskriminalamt hat einen eigenen Trojaner entwickeln lassen, der in den kommenden Wochen die Einsatzgenehmigung erhalten soll, wie dem Deutschlandfunk bestätigt wurde. Der Chaos Computer Club und Grüne bleiben skeptisch, ob die neue Software den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts entspricht.  Von Falk Steiner

Ein mit "PRIVAT" gekennzeichneter Ordner auf dem Bildschirm eines Computers. (Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
(Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Wie dem Deutschlandfunk von Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium bestätigt wurde, steht das als Bundestrojaner bekannt gewordene Ermittlungsinstrument kurz vor der notwendigen Freigabe für den Einsatz. Schon in dieser Woche könnte es soweit sein. Bei dem vom Bundeskriminalamt nun für den Einsatz vorgesehenen Programm handelt es sich um eine Eigenentwicklung, die ursprünglich schon im Herbst 2015 zur Verfügung stehen sollte. Die Software soll ausschließlich für die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung eingesetzt werden. Dabei soll die per Computer oder Smartphone stattfindende digitale Kommunikation eines Verdächtigen…

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