Liebe Leser, der folgende Beitrag ist KEINE Satire!

Am Donnerstag wurde ein Mann aus Köln aufgrund eines Hinweises auf seine angebliche Konvertierung zum Islam ins Polizeipräsidium einbestellt.
Sein Nachbar meldete ihn bei der Polizei, weil dieser aus der Wohnung des angeblichen Konvertiten „laute islamische Gebetsmusik“ gehört habe und das bereite ihm jetzt Angst.
Der angebliche Konvertit hat jetzt auf Facebook Stellung zu dem Vorfall genommen. Lest einfach selbst:

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Hallo liebe Mit-Südstädter,
ich habe ein wenig mit mir gehadert, ob ich das hier nun einstelle oder nicht. Normalerweise versuche ich jegliche Meinungsmache zu vermeiden und mache mir lieber einfach mal für mich selber Gedanken.
Da ich nun allerdings zum Ziel einer polizeirechtlichen Ermittlung wurde, möchte ich dennoch mal ein paar Worte loswerden:
Zunächsteinmal ist mir klar, dass bedingt durch irgendwelche Vorfälle (ob so geschehen oder nicht), die in den Medien aufgegriffen werden, einige Bürger besorgt um Ihre Sicherheit sind. Und ja! wenn man etwas vedächtiges sieht, sollte man sich an die Polizei wenden. Auch das ist richtig.
Wenn ich allerdings von einem Nachbarn „beschuldigt“ werde, laute islamische Gebetsmusik zu hören und er sich deshalb Sorgen mache um seine Sicherheit – muss ich ehrlich gestehen geht mir das etwas zu weit. Ich will nicht abstreiten, dass es in dieser Welt leider viel zu viele Gefahren gibt, aber laute Musik ist maximal eine Gefahr für unsere Ohren. Also bitte nicht hysterisch werden und denkt doch vorher nach – so viel sollte sich jeder selbst und seinen Mitmenschen (egal welcher Herkunft oder Religion) schuldig sein.
Eine weitere Geschichte ist, dass ich heute – wie ihr dem Foto entnehmen könnt – auf dem Polizeipräsidium vorstellig werden musste. Für mich als jemand, der sich noch nie im Konflikt mit dem Gesetz gesehen hat, war dies eine äußerst unangenehme Erfahrung (was in aller Ausdrücklichkeit nicht an dem sehr sympathischen und verständnisvollen Kriminalhauptkommissar lag). Dennoch, wenn ich mir den Betreff „Hinweis auf Konvertierung“ durchlese, wird mir erneut vollkommen anders. Ist es nicht meine ureigenste Entscheidung welchem Glauben ich anhängen möchte? Ist dies nicht sogar in unserem Grundgesetz verankert? Ich bin im übrigen gläubiger Katholik (was nicht das mindeste zur Sache tut), aber wenn ich mich morgen für den Islam entscheide, möchte ich das auch zukünftig gerne selbst entscheiden, ohne mich vor irgendjemandem außer mir selbst dafür zu rechtfertigen.
Meine Bitte daher an euch: Klar, Vorsicht ist besser als Nachsicht, aber versucht mal darüber nachzudenken, ob eine Situation wirklich gefährlich ist, oder ob man sich vielliecht allzu leicht von den Medien beeinflussen lässt.
Und in meinem Falle: Früher hat man mal kurz über die Straße gerufen „Mach die Musik leiser“, oder eben geklingelt. Wäre schön wenn wir da wieder hinkommen.

PS: Die laute Musik (keine Ahnung ob Gebetsmusik oder nicht) kommt übrigens von meinem Nachbarn, der direkt neben mir wohnt und sogar Moslem ist. Abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, wie er Karneval ohne Alkohol so übersteht, ist das nen ziemlich cooler Typ

PPS: Eine Anekdote des Polizeibeamten „Hier rufen sogar Leute an die sich Sorgen machen, weil jemand mit dem Kennzeichen K-IS an Ihnen vorbeifährt. Die haben Angst das wären IS-Sympathisanten“
Da kann ich nur sagen: Die arme 57-jährige Irmgard Schmitz….Klick Bild für Quelle:

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