Eingreifens in Syrien: eine dramatische Eskalation scheint sich anzubahnen

Die achtzehnte Woche des russischen Eingreifens in Syrien: eine dramatische Eskalation scheint sich anzubahnen

sakerDie Lage in Syrien hat einen Scheideweg erreicht und eine dramatische Eskalation des Kriegs scheint sich anzubahnen. Werfen wir noch einmal einen Blick darauf, wie wir an diesen Punkt gelangt sind.

Während der ersten Phase des Einsatzes waren die syrischen Streitkräfte außerstande, einen unmittelbaren strategischen Erfolg zu erzielen. Das ist wenig überraschend. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Russen in den ersten Wochen des Einsatzes den Syrern keine nahe Luftunterstützung gaben. Statt dessen entschieden sie, die ganze Infrastruktur von Daesh systematisch zu schwächen (Anmerkung: ich bezeichne *alle* Terroristen in Syrien als „Daesh“), eingeschlossen Kommandostellungen, Kommunikationsknoten, Öllager, Munitionslager, Nachschubrouten etc. Das war eine wichtige Arbeit, aber sie hatte keine unmittelbare Auswirkung auf das syrische Militär. Dann wandten sich die Russen zwei wichtigen Aufgaben zu: Daesh in der Provinz Latakia zurückzudrängen und den illegalen Ölhandel zwischen Daesh und der Türkei zu treffen. Das erste Ziel war nötig zum Schutz der russischen Einsatzgruppe und der zweite traf die Finanzen von Daesh. Dann wandten sich die Russen ernsthaft der Gewährung naher Luftunterstützung zu. Nicht nur das, die Russen wurden direkt in die Bodeneinsätze involviert.

Die zweite Phase wurde schrittweise eingeleitet, ohne große Fanfaren, aber sie machte sich am Boden deutlich bemerkbar: die Russen und die Syrer fingen an, eng zusammenzuarbeiten und bald schon hoben sie ihre Zusammenarbeit auf eine qualitativ neue Ebene, die es den syrischen Kommandeuren erlaubte, die russische Feuerkraft mit….

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