Kindergeld

Herbert M. klagt

Würzburg (fhd) – Dem 53-jährigen Herbert M. aus Würzburg reicht es. Sein Leben lang hatte er sich an Vorschriften halten müssen. Als Kind ermahnte ihn seine Mutter, den Teller leer zu essen. Sogar, wenn es Spinat und Kartoffelstampf gab. Sein Deutschlehrer schrieb ihm vor, den Füllhalter in der rechten Hand zu halten, obwohl Herbert M. zur Linkshändigkeit tendierte. Später schrieb ihm seine damalige Freundin Monika vor, dass er beim Grüßen den Hut abzunehmen hätte. „Das steht im Knigge“, hatte sie gesagt. Dann gab der Anstand vor, dass er Monika heiraten müsse, bevor er mit ihr … Naja, soweit kam es nicht. Im Brief des Testamentsvollstreckers war zu lesen, dass Monika ein Häuschen von ihrem Opa geerbt hätte. Bei Nacht und Nebel war sie fort.

GEZ

So ließen sich die Ereignisse in Herberts Leben fortsetzen. Immer stand irgendwo geschrieben, was er durfte, was nicht, was…