Das Zerstörungswerk der USA im Irak und die Bildung des „Islamischen Staates“

Seit 2001 haben die USA in sieben mehrheitlich muslimischen Staaten militärisch interveniert oder sie mit Drohnen angegriffen: Afghanistan, Irak, Somalia, Jemen, Pakistan, Libyen und Syrien. Hinter dem verlogenen Banner von „Freiheit, Demokratie und Menschenrechten“ geht es allein darum, geopolitische Widersacher auszuschalten und keine Macht zu dulden, die andere als amerikanische Interessen vertritt. Vorneweg dabei war stets Großbritannien, weitere europäische Vasallen schlossen sich an, nicht zuletzt auch Deutschland. Dabei wird ein Land umkreist, eingehegt und geschwächt, das sich als besonders hartnäckiger Störenfried benimmt, der Iran. Die Folgen sind immer: unendlich viel Tote, Verwundete, Flüchtlinge, Zerstörung und Chaos, aus dem sich neue Gewalt erzeugt.

Hier sollen die Ereignisse im Irak etwas näher beleuchtet werden, da sie für das Entstehen des IS die Grundlagen geschaffen haben.1

Der irakisch-iranische Krieg

Saddam Hussein machte sich schon als Vizepräsident des Irak zum Feind der angloamerikanischen Elite, als er 1972 die irakische Ölindustrie verstaatlichte, die bis dahin von britischen und amerikanischen Ölfirmen ausgebeutet wurde. „Mit den Öleinnahmen entwickelte er das Land zu einer regionalen militärischen Großmacht. Die Einnahmen aus dem Ölverkauf sorgten aber auch für den Wohlstand breiterer Bevölkerungsschichten.“ (Wikipedia) Als er 1979 Präsident wurde und in Verkennung…

 

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