Tut uns leid, wir sind hier nicht in Köln

Wir pflegen hier höchtsmögliches Niewoo, beleuchten alles und jedes möglichst unvoreingenommen, zügeln unsere Egos, wenn sie destruktiv einschreiten wollen, predigen Liebe.

Liebe schliesst die Peitsche nicht aus, und das möchte ich kurz ausführen.

Im holden Westen Europas ist es bereits etabliert: Stärkere fügen Schwächeren Schaden zu und die Meute drum rum gafft und hält sich raus, denn man hat gelernt: 

Bloss nicht den Helden spielen

Bloss nicht in fremde Händel einmischen

Zudem hat man im Hintergrund noch im Kopf: Gerichte verurteilen den, der sich oder den Wehrlosen verteidigt. Der Angreifer, der bekommt eine wattebäuschelig psychiatrische Behandlung, denn er hat angegriffen, weil er eine schwere Kindheit hatte.

Stellen wir uns doch mal auf die Probe.

Ich fahre Bahn. Der Wagen ist fast leer. Ein netter hübscher Junger sitzt da, hört sich Musik an per Kopfhörer, der ist so um die 15. Vom Abteil nebenan kommt nun mehr und mehr Anzüglichkeit. Dann setzen sich die Drei zum Jungen. Dann ziehen sie ihm die Ohrstöpsel raus. Dann schubsen sie ihn. Dann gucken sie ihm aus 10cm Distanz ins Gesicht. Er bleibt gefasst und reagiert nicht. Das ist ihnen nicht recht, einer zupft an seinem Ohr. Einer zückt ein Messer und lässt es aufklappen, wedelt damit vor seinem Gesicht rum. Einer sagt: Geld. Der andere sagt: Geld oder aussteigen und ficken. Einer steht auf und zeigt auf seine Hose. Er hat einen Steifen. Einer sagt: Deine Mutter ist eine Sau, wie oft hast du sie schon gefickt?

Undsoweiter, Situation klar, ja?

Frage:

Was tue ich? Ich habe die Wahl….mehr….

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