Spionage unter „Freunden“

Ein vertrauliches BND-Papier, das der deutschen Presse vorliegt, weist nach, dass der deutsche Inlandsgeheimdienst schon 2011 Kenntnisse über einen großangelegten NSA-Spionageangriff auf den europäischen Rüstungskonzern EADS hatte. Die Medien veröffentlichten zwar nicht das Dokument, zitierten aber aus diesem. Erstmals seit Beginn der Affäre um die Kooperation zwischen dem Bundesnachrichtendienst und der NSA gibt es einen Beweis für einen Spionageangriff auf ein europäisches Unternehmen aus den USA.
Für Aufsehen sorgte am vergangenen Wochenende auch ein weiterer Fall von US-Missverhalten gegenüber der Bundesrepublik. Demnach haben US-Soldaten bei NATO-Übungen in Deutschland bei einer „Übung“ mit noch aktiven Sporen des Milzbranderregers Anthranx hantiert, der auch als Biowaffen-Kampfstoff eingesetzt wird.
Die hochansteckenden Keime wurden zuvor von der US-Armee weltweit an Stützpunkte, so auch in das rheinland-pfälzische Landstuhl, versendet und dann bei Manövern eingesetzt. Deutschen Behörden sind bezüglich einer möglichen Kontrolle derartig gefährlicher Frachten jedoch die Hände gebunden, da sie keine Hoheitsrechte gegenüber ihrem „Verbündeten“ ausüben können. Quelle:

Beitragsbild: Wikimedia Creative-Commons-Lizenz CC-by-SA-3.0

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