Perverse Formulierung: Schäuble schlägt „Schuldscheine“ vor

Es kann nur boshaft genannt werden, was Wolfgang Schäuble jetzt seinen Stammtischteutonen ins Hirn gesetzt hat. Der Griechische Staat könne ja „Schuldscheine“ ausgeben und damit den inländischen Zahlungsverkehr aufrecht erhalten. Pervers ist daran, dass Schäuble „Schuldscheine“ sagt – und damit zweierlei suggeriert:

  • Erstens, dass der Euro als solcher kein Schuldschein sei, obwohl jegliches Geld im Euroland nichts anderes ist, als ein anonymisierter und standardisierter Schuldschein, der als Inhaberpapier umlauffähig ist.
  • Zweitens, dass Griechenland nicht in der Lage sei – oder Griechenland nicht gestattet werden könne – eine eigene vollwertige Währung in Umlauf zu bringen, sondern eben nur „minderwertige, staatliche Schuldscheine“.

Ich weiß nicht, was die griechische Regierung davon abhält, eine neue Drachme als Landeswährung zu installieren. Ich weiß nicht, was die Mehrheit der Griechen veranlasst, bei Umfragen anzugeben, sie wollten um jeden Preis….

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