IRAN: 5+1-Gespräche in der dritten Verlängerung

Spiegel: Mut zur Unwahrheit
IRAN: 5+1-Gespräche in der dritten Verlängerung – ohne Schlusstermin!
Normalerweise geht mir ja das Propaganda-Gesülze vom Spiegel auf den Keks. Aber was sich dieses Stückchen leistet, schlägt doch vieles, was auch schon ärgerlich war, um Längen. Es handelt sich um den Satz: „Iran bestreitet das, lässt aber internationale Kontrollen seiner Atomanlagen nicht zu. Die Uno hat deshalb Sanktionen gegen die islamische Republik verhängt.“
Tatsache ist: Iran lässt sämtliche Atomanlagen 24/7 mit Kameras und ständigen Inspektionen überwachen. Die USA haben dann, ohne jedes Recht, auch verlangt, dass Militäranlagen des Iran inspiziert würden. Zweimal gelangten die Inspekteure dadurch nach Parchin, sahen sich überall um, krabbelten auch plötzlich mit Leitern auf Dächer („Wir haben da eine verdächtige Anlage verzeichnet“) – um feststellen, dass da gar nichts war, außer unschuldigen Schornsteinen, Wasserbehältern etc. Wenn man, wie ich, die Gelegenheit hatte, mit iranischen Insidern über die Versuche der USA zu sprechen, mit den dümmsten Tricks das Überwachungsmandat in einen Spionage-Freibrief zu verwandeln, fasst man sich an den Kopf. Und die UNO hat Sanktionen verhängt, weil der Iran unter Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag bis 2003, bei voller Mitwisserschaft der Nato, an Atomwaffen gearbeitet hatte. Seitdem hält sich Iran auch nach offizieller CIA-Einschätzung zu 100% an die Auflagen – muss jedoch unter schärfsten illegalen Sanktionen leben.
http://tinyurl.com/nmm8coz    Via Hörstel

Christoph Hörstels Foto.

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