Bargeldverbot: Gestapo und Stasi wären begeistert gewesen

Interview mit Gerald Mann zu seinem Buch “Bargeldverbot. Alles, was Sie über die kommende Bargeldabschaffung wissen müssen”.

Herr Mann, am 8. Juni ist Ihr Buch »Bargeldverbot« erschienen. Die aktuelle Diskussion um dieses Thema kann nicht der Auslöser gewesen sein, dieses Buch zu schreiben. So schnell schreibt man ja kein Buch. Seit wann beschäftigen Sie sich damit und vor allem … was war der Auslöser?

Im November 2014 haben mein Koautor Ulrich Horstmann und ich einen Vortrag von Kenneth Rogoff besucht. Der einflussreiche US-Ökonom wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität München als „Distinguished CES Fellow“ ausgezeichnet. In seiner Rede forderte er die schrittweise Abschaffung des Bargeldes, um Negativzinsen gegen Sparer durchdrücken zu können. Das war der Startschuss zu unserem Buch.

Freiheit geht immer „scheibchenweise“ verloren, heißt es. Gilt das auch beim Bargeld?

Genau. In einigen Ländern – wie Italien oder Frankreich – sind schon die zulässigen Höchstbeträge für Bargeldzahlungen abgesenkt worden. In anderen – wie Schweden oder Dänemark – wird es teilweise immer schwieriger oder gar unmöglich, auch kleine Beträge bar zu entrichten. Es wird nach unserer Einschätzung keinen Big Bang des Bargeldendes geben, sondern eine schrittweise Ausphasung mit Hilfe von Zuckerbrot (bargeldloses Zahlen ist günstiger) und Peitsche…..

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