Griechen sagen Nein: Wie geht es jetzt weiter?

Hinter den Kulissens Foto.

Trotz Erpressungsversuchen von EU-Politikern und Presse, haben sich die Griechen klar und deutlich für ein Nein entschieden. Das Referendum kam für die Geldgeber ganz überraschend und verhinderte vorerst den Sturz der Tsipras-Regierung.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Griechen in den letzten 20 Jahren sehr wohl viele Fehler gemacht haben und normalerweise nicht mal in den Euro aufgenommen werden dürften. Doch seit 2015 ist in Griechenland eine neue Regierung an der Macht, die bemüht ist, eine langfristige Lösung für die Probleme zu finden. Die EU-Geldgeber sind jedoch nicht daran interessiert die Probleme an den Wurzeln zu packen und deshalb hat man der jetzigen griechischen Regierung keine einzige Chance gewährt.

Die Kapitalmärkte sind allgemein – egal ob in Griechenland oder den anderen EU-Schuldenstaaten – nicht daran interessiert, an die wahren Probleme anzugehen. Überall werden Schulden mit neuen Krediten finanziert, so das die Staaten an Macht verlieren und gleichzeitig die Banken an Macht gewinnen. Die Völker müssen sich dem Geld unterordnen, obwohl Geld nur als Zahlungsmittel gedacht war. Schulden heißt auch, dass die Staaten ihre ganze Wirtschaft privatisieren (verscherbeln) müssen. Die Sparprogramme in Griechenland haben nur bewirkt, dass die neuen Kredite immer für alte Schulden verwendet wurden, gleichzeitig Schrumpf die Wirtschaft, die Bevölkerung verarmte und die Arbeitslosigkeit steigt unaufhaltsam an. Die Geldgeber hingegen verdienen an den Zinsen, die die Griechen auch noch berappen müssen, obwohl die Sparprogramme ihnen helfen und nicht Schaden zufügen müssten. Medial werden die Griechen zusätzlich wie Verbrecher durch das Dorf gejagt.

Nun ist das erste Volk in der EU aufgestanden und sagt hierzu NEIN! Es reicht! Und das sollten wir alle machen!

Für die EU-Geldgeber gab es nur eine Lösung: Die Tsipras-Regierung muss gestürzt und wieder durch Marionetten ersetzt werden, damit dieses ganze Spiel so weiter geht. Ein Grexit oder das Land pleite gehen lassen, wäre für die EU das Ende! Das einzige Land das eine Pleite Griechenlands einigermaßen überstehen würde, wäre Deutschland, alle anderen Staaten wie Frankreich, Italien, Spanien und Portugal würden wie Dominosteine nacheinander fallen und letztendlich das gesamte EU-Konstrukt mit unabsehbaren Folgen zerstören. Das weiß Tsipras und deshalb pokert er für sein Volk sehr hoch. Wenn er Erfolg hat, wird er sich zusätzlich noch an die BRICS wenden, um Griechenland auch wieder Wachstum zu verschaffen.

Die EU-Geldgeber haben aber noch nicht ganz aufgegeben. Sie hoffen darauf, dass das griechische Militär einschreitet und die Regierung stürzt. Die Medien verbreiteten in den letzten Tagen und Wochen gezielt die falsche Nachricht, wonach Tsipras beim Militär harte Sparmaßnahmen anstrebt. Die harten Sparmaßnahmen die die Zivilbevölkerung zu erleiden hat, wurde hingegen immer kleingeredet. Dann mischte sich auch noch die NATO ein und verlange, dass beim Militär nicht gespart werden dürfe. Das war ein verstecktes Signal der EU-Geldgeber an das griechische Militär. Man kann nur hoffen, dass die Griechen darauf nicht hereinfallen!

Für Griechenland hätte es ganz am Anfang der Schuldenkrise nur eine Lösung geben dürfen: Pleite gehen und Bankrott anmelden! Die Krise wäre da vielleicht nach zwei Jahren überstanden und die Wirtschaft hätte sich erholen können. Das wollten die EU-Geldgeber damals nicht, weil Griechenland bei privaten Banken verschuldet war und die hätten dadurch auch Pleite gehen können. Nun haben die EU-Steuerzahler indirekt nur die privaten Banken gerettet, aber die Griechen haben jetzt noch mehr Schulden als Anfang der Krise und eine noch viel schlechtere Lebensqualität!

Fazit: Die Menschen leiden und die Staatsschulden steigen trotzdem weiter an, weil die Wirtschaft abgewürgt wurde. Das will Tsipras beenden! Quelle:

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