Kissinger war gestern

Die Konturen einer neuen Weltpolitik werden immer deutlicher. Da reist ein deutscher Außenminister in die ukrainische Krisenregion und trifft sich zuerst, vor dem Provinzgouverneur, mit dem lokalen Oligarchen. Die USA beschränken nach der russischen Krim-Annexion ihre politischen Sanktionen zunächst auf Einreiseverbote und Kontensperrungen für einige Oligarchen aus dem Umfeld von Wladimir Putin. Der bedeutende französische Ökonom Thomas Piketty spricht vom ‚drift towards oligarchy’ weltweit. Und Paul Krugman kämpft in der New York Times gegen die ‚Herrschaft der Oligarchen’ im eigenen Lande.

Solche Akzentverschiebungen machen deutlicher denn je, dass mit ihnen auch eine Krise der geopolitischen Routinen einhergeht. ‚Routinen der Krise – Krise der Routinen’ nennt sich denn auch der kommende Kongress….

Kommentare sind geschlossen.