Im Prinzip heben wir Löcher aus und schütten sie wieder zu

Das Phänomen, dass Elektrogeräte kurz nach dem Ablauf der Garantiefrist ihren Geist aufgeben (und dann entweder irreparabel sind oder die Reparatur sich kostspieliger als eine Neuerwerbung gestaltet) ist mittlerweile Alltag geworden und breitet sich auf immer mehr Bereiche aus. Telepolis befragte dazu Christian Kreiß, der das Buch Geplanter Verschleiss geschrieben hat.

Der Stand technologischer Entwicklung ist so hoch wie nie zuvor. Warum halten heutzutage Gebrauchsgegenstände des Alltagslebens wesentlich weniger lang als früher?

Christian Kreiß: Gerade der hohe technologische Stand bringt es mit sich, dass die Produkte immer komplizierter werden. Wer heute unter die Kühlerhaube von seinem Wagen blickt, wird sich mit einer Reparatur sicherlich nicht mehr so leicht tun wie noch vor 20 Jahren. Mit der Komplexität der Gegenstände nimmt auch die Vielzahl der Komponenten zu, die in solche Systeme hineingebaut werden und insofern sind sie auch anfälliger: Wenn ein Teilchen nicht mehr funktioniert, läuft das ganze System nicht mehr. Die Materialien sind heutzutage…

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