Ärzte und Psychologen haben sich an Folter in Guantanamo und Abu Ghraib beteiligt

Ein neuer Bericht fordert Pentagon und CIA auf, Konsequenzen nach gravierenden Verletzungen der medizinischen Ethik zu ziehen, aber es hat sich trotz oder wegen Obama noch nicht viel geändert

Das Institute on Medicine as a Profession und das Open Society Institute haben 2010 eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Beteiligung von Medizinern an Verhören, Folter oder Zwangsernährung von Gefangenen zu untersuchen (Task Force on Preserving Medical Professionalism in National Security Detention Centers). Jetzt ist der Bericht, der die Folter in Abu Ghraib und Guantanamo untersucht und Empfehlungen zur Sicherung der medizinischen Ethik gibt, erschienen.

Angeblich war er schon 2012 fertiggestellt, die Veröffentlichung ist aber, wie Jeffrey Kaye vermutet, verschoben worden, um nicht zum Wahlkampfthema zu werden. US-Präsident Obama hat zwar nicht sonderlich erfolgreich versucht, die USA wieder stärker in Richtung eines Rechtsstaates zu bringen, Guantanamo zu schließen und Folter zu beenden, aber er baute nicht nur die Praxis der gezielten Tötungen und der verdeckten Operationen aus, sondern verhinderte auch eine rechtliche Aufarbeitung von willkürlicher Verschleppung....

Schreibe einen Kommentar